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Ein Bummel durch die Altstadt

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Chiesa Pietra Ligure

Ein Bummel durch die Altstadt

Die antike Bezeichnung “Castrum et Oppidum Petrae” stammt von der mächtigen Burg auf dem Felsenvorsprung in der Nähe des Meeres. Die erste Ansiedlung in diesem Bereich ist dem Neolithikum zuzuordnen, wie es Funde aus den Grotten des nahen Trabocchetto-Hügels bezeugen. Die Siedlung an der Mündung des Maremola-Flusses entwickelte sich um die Burgfeste und diente als Schutzwall gegen den Vormarsch der Langobarden. Im 12. Jahrhundert ließ der Bischof von Albenga und Lehnsherr von Pietra, die Burg wieder aufbauen; heute sind hiervon nur noch einige Reste vorhanden. Spuren einer Umgestaltung der Burg im 16. Jahrhundert sowie ihre Instandsetzung im 18. Jahrhundert sind an Überresten deutlich erkennbar. Die mittelalterlichen Bauten mussten baulichen Veränderungen weichen und wurden in späteren Zeiten ins Stadtbild integriert.

Gemeinsam mit Borgio, Verezzi, Giustenice überließ Papst Urban VI. im Jahr 1385 Pietra der Republik von Genua, die es bis zur Eingliederung ins piemontesische Königreich beherrschte.

Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert betrieb die Stadt  einen ausgedehnten Seehandel.

Aufgrund der besonders gesunden Luft und des milden Klimas  ist die Stadt seit dem vergangenen Jahrhundert zu einem bekannten Badeort geworden. Die Denkmäler von Pietra Ligure bezeugen seine tausendjährige Geschichte. Das 'oratorio dei Bianchi' (Oratorium der Bruderschaft der 'Bianchi')  (10. Jahrhundert), die ehemalige Pfarrkirche an der Piazza Vecchia (Marktplatz) ist das älteste Denkmal. Sie war dem hl. Nikolaus von Bari geweiht und wurde im Barockzeitalter umgestaltet. Der dreischiffige Innenraum wird von Säulen aus dem Stein der Gegend um Verezzi getragen. Zu sehen sind einige Maßeinheiten für Olivenöl aus der Zeit der Republik von Genua sowie die Überreste eines Brunnens aus dem Mittelalter,  der sich auf dem Platz vor der Kirche befand. Im Kirchturm hängt die Bronzeglocke, die der heilige Nikolaus – so die Legende - im Jahre 1525 geläutet haben soll, um das Ende der Pest anzukündigen. Heute dient das Oratorium als Auditorium.

In der Kirche der “Annunziata” aus dem 15. Jahrhundert finden wir eine kostbare Rosenkranzmadonna des Holzschnitzers Maragliano sowie ein Gemälde von O. De Ferrari mit den Heiligen Caterina und Lucia, während sie flehentlich für die Seelen im Fegefeuer bitten. Die Apsis zeigt eine “Verkündigung” des Künstlers Brandimarte.

Antonio M. Ghislieri (1566- 1572), der spätere Papst Pio V., verweilte hier längere Zeit. Heute ist diese Kirche der Sitz der Bruderschaft der hl. Caterina.

Die Kirche “Nostra Signora del Soccorso”, welche die Fürsten Doria Ende des 16. Jahrhunderts den ergebenen Ortsbewohnern stifteten, besteht aus einem einzigen Kirchenschiff, das später verbreitert wurde. Die Marmorportale hat D. Solari geschaffen. Über dem Marmoraltar von G. Porta im Inneren befindet sich eine Altartafel von B. Castello aus dem 17. Jahrhundert. Im mittleren Teil ist ein Madonnenbild mit Kind von kostbarer Ausführung aus dem 15. Jahrhundert eingelassen.

Die Hauptkirche, die Nikolaus von Bari, dem Schutzheiligen der Stadt, gewidmet ist, wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach einem Entwurf der Architekten G.B. Montaldo und G. Fantone errichtet, um das Versprechen der Bewohner von Pietra aus dem Jahr 1525 einzulösen. 1791 wurde die Kirche eingeweiht. Die von zwei Türmen eingerahmte Kirchenfassade stammt aus den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts. Beim Betreten der Kirche beeindruckt das mit Fresken bemalte Deckengewölbe, das auf den Mauern eines breit angelegten, rechteckigen Innenraumes ruht. An den Seitenwänden befinden sich unterschiedlich große Kapellen. Die Kirche besitzt zahlreiche Gemälde z.B. die Darstellung des heiligen Franziskus mit den Stigmata (ein Werk von C. Castello ). Ein weiteres Kunstwerk von A. und G.B Montanari zeigt den heiligen Stefan auf seinem Leidensweg. Das holzgeschnitzte  Chorgestühl  stammt aus der Kathedrale von Marseille.

Der Palazzo  der Grafen Leale Franchelli aus dem 18. Jahrhundert, der sich auf den Grundmauern eines Gebäudes aus dem 13. Jahrhundert erhebt, wurde von A. Novaro mit Fresken ausgestattet und ist heute Privatbesitz. Sehenswert sind Palazzo Golli mit seinem Eingangstor aus dem Stein von Finale (15. Jahrhundert), heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, Villa Accade sowie die antiken Palazzi Bado, Basadonne, Bosio-Giorni, Chiappe und Villa Carlotta mit Möbeln aus dem 19. Jahrhundert.

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